Presseberichte

Jazz & Jokes mit Bauchredner Addy Axon und der Jazzmo Dixie Gang bei den Donauwörther Kulturtagen
Mit seinen Puppen Egon Schock und Otto De Lacoste begeisterte Addy Axon das Publikum im Zeughaus. Mit von der Partie war die Jazzmo Dixie Gang, die ansprechenden, ursprünglichen Jazz präsentierte.
Wortwitz Charme und Liebe zum Spaß sind Elemente, die Bauchredner Addy Axon in sich vereinigt. Nach der ironisch auf die deutsche Gesetzesflut abzielenden „Sicherheitseinführung“ trat schon bald Egon Schock auf, um das Publikum genauer zu inspizieren. Dabei fällt der kleine Lausejunge schon gern mal aus der Rolle.
“Der Mann mit dem roten Pulli, der ist wohl von der Feuerwehr, der sieht auch schon ganz geschlaucht aus!“ In der Schule musste der Bengel nachsitzen, weil er zuviel geschrieben hatte. Zu viel?. Ja auf dem Schild „Achtung! Keine Schüler überfahren!“ schrieb er darunter „warten Sie lieber auf die Lehrer!“. Egon spricht, singt, dichtet, ist recht fröhlich und unbedarft, manchmal rülpst er auch.
Publikum eingebunden
Einen Höhepunkt erreichte seine Show, als Addy Axon zwei Personen aus dem Publikum – mit Künstlernamen Susi und Oskar – als Bauchredner anlernte.
Neben vielen verblüffenden Pointen und Strapazen für die Lachmuskeln, die Addy Axon zu verantworten hatte, trug aber auch die Jazzmo Dixie Gang einen nicht unwesentlichen Teil zu der gelungenen Veranstaltung bei. Sie spielten Dixieland vom Feinsten.
Mit Kontrabass, Banjo, Trompete und Klarinette präsentierten sie eingängige Stücke wie den St.-Louis-Blues, Oh When the Saints, Everybody loves Saturday Night u.a.
Vor allem die Melodieinstrumente Trompete und Klarinette erhielten viel Szenenapplaus für ihre mitreißenden Improvisationen.
Die sichtliche Spielfreude des Ensembles griff schnell über auf das Publikum und ließ den Abend zu einem Erfolg werden.


Presseartikel als PDF
Egon schäkert und frotzelt gern
Addy Axon steigt mit Hamster ins Schwimmbecken/Bauchredner bindet Publikum ein
Von Steffi Stocker
Schömberg. Neun Jahre ist er alt und rotzfrech. Nur zu gern fällt Egon Schock seinem Erziehungsberechtigten ins Wort, lenkt von delikaten Fragen an sich ab und beobachtet seine Umgebung. Schäkernd und frotzelnd überrascht er dabei immer wieder sein Gegenüber.
Die Rede ist vom plüschigen Riesenhamster, der durch Addy Axon seine Stimme und Charakteristik erhält. Der bekannte Bauchredner aus Fellbach stieg am Samstag nicht nur mit Egon in das Schwimmbecken vom Kaffeegässle-Verein. „Das ist ein interessantes Ambiente“, würdigte Axon die Seh(e)-Bühne im Haus am Kurpark. Sein Hamster machte zudem ein illustres Publikum aus und fiel prompt in eine englische Begrüßung. „Das ist hier international, weil sogar Langenbrander da sind“, begründete er frech. Gekonnt spielten sich Bauchredner und Hamster die Bälle zu, machten dabei auch vor sich selbst nicht halt.
Immer wieder band Addy Axon Zuschauer in sein Unterhaltungsprogramm ein und überraschte mit Zuordnungen oder brachte gestandene Männer zum Singen. „Es ist faszinierend, wenn man Menschen zum Lachen bringen kann“, fasst Axon, alias Uwe Kasner seine Passion zusammen. Denn seit gut 20 Jahren tritt der Unterhaltungskünstler auf und schloss dafür sein Architekturbüro.
Die größte Begeisterung trat gleichwohl beim Auftritt der Handpuppen zutage. Denn zu Egon gesellte sich beispielsweise Otto de Lacoste. Verblüffend locker wechselte der Bauchredner zwischen den Stimmen für Hamster und Hund sowie seinen eigenen Kommentaren. Vor allem lästernde Schüttelreime, die zwischen den beiden Tieren hin und her sprangen, strapazierten ordentlich die Lachmuskeln des Publikums. Anerkennenden Beifall erhielt Axon zudem, wenn er seine Bühnenpartner auch singen ließ, allen voran Elvis Maier. Das Gitarre spielende Krokodil rührte dann auch mit „Love me tender“ seines großen Idols die Herzen. Darüber hinaus eröffnete es mit teilweise makaberen wie frustrierten Sprüchen seinen melancholischen Charakter. Viel zu schnell verging der Abend und das Publikum forderte nicht nur einmal Zugabe.
Artikel vom 26.März 2011
Aktionswochen Schüler und Alkohol: Marlies Wank und Bauredner Addy Axon zu Gast in der Melibokusschule
zu Alkohol und Zigaretten
Von unserem Mitarbeiter Thomas Tritsch
Zwingenberg. Suchtprävention in der Grundschule? So früh? Ein klares "Ja!" von Marlies Wank. Alkohol und Zigaretten? Ein geballtes "Nein!" von 250 Kindern. Am Donnerstag war die erfahrene Suchtberaterin aus Bensheim gemeinsam mit Bauchredner Addy Axon zu Gast in der Melibokusschule. Im Gepäck die falschen Freunde Niko und Alko, zwei gefährliche Giftzwerge mit Symbolcharakter. Eine Schulstunde mit Nachwirkung.
In der Turnhalle hatten die Besucher ihr Publikum schnell an den Ohren. Mit seinem Riesenhamster Egon, einem ebenso frechen wie klugen Wuschelkopf, stupste Axon ein ernstes Thema sensibel und für junge Köpfe nachvollziehbar an: Alkohol und Zigaretten sind gefährlich und sollten in einem Kinderleben keine Rolle spielen. Die Zuhörer aus den Klassen eins bis vier hatten nicht nur eine Menge Spaß, sondern wurden auch aktiv in den Dialog einbezogen.
Einige Mädchen und Jungen erlebten hautnah mit, wie sich die Wahrnehmung durch Alkohol verschiebt - eine Rauschbrille macht das ganz ungefährlich möglich. "Man sieht ja alles dreifach" oder "echt gruselig" lauteten die Kommentare der Grundschüler, die mit ihren Lehrern an diesem unterhaltsamen Präventionsprogramm teilgenommen haben.
Das pädagogische Konzept ist genau auf die Zielgruppe abgestimmt und wirkt nachhaltig in Kopf und Bauch. Für Marlies Wank, die seit Jahren auch vor Jugendlichen spricht, ist Aufklärung keine Frage des Alters. "Je früher, desto besser", sagt sie über das erfolgreiche Grundschulprojekt, mit dem sie schon in vielen Klassen zu Gast war. Sie war selbst jahrelang alkoholabhängig, hat Selbsthilfegruppen gegründet und Bücher geschrieben. Und sie hat Niko und Alko erfunden. Zwei unsympathische Typen, die das Gefahrenpotenzial bildhaft verkörpern und deren Anblick hängen bleibt. Gerade für Kinder sind plastische Bezugspunkte wichtig, wenn es um für sie so abstrakte Stoffe wie Alkohol und Nikotin geht.
Mit Addy Axon hat Wank einen idealen Partner gefunden. Der Bauchredner hat sofort einen direkten Draht zu seinem jungen Publikum und transportiert das Thema ins Verständnis der Zuhörer. Neben Hamster Egon, der Bier und Zigaretten überhaupt nicht braucht, kommt Otto aus einer Tonne auf die Bühne gehustet. Mit verräucherter Stimme und Bierdurst kommt das Schlappohr gar nicht gut an und wird mit Buhrufen und Mitleidsapplaus verabschiedet. Am Ende lassen die Kids aus einer aufblasbaren Zigarette und einer Alk-Flasche symbolisch die Luft raus.
Und auch eine Hausaufgabe hatte das Duo mitgebracht: Die Klassen eins und zwei sollen ihre Eindrücke bildhaft zu Papier bringen, die älteren Grundschüler werden die Schulstunde im Unterricht besprechen und Fragen an Marlies Wank aufschreiben. Die wird demnächst noch einmal die Melibokusschule besuchen und als kompetenter Gesprächspartner zur Verfügung stehen.
Suchtprävention ganz unten, Aufklärung im Kleinen: Ein Ansatz, der ankommt. Marlies Wank: "Besser früh anfangen als warten, bis es zu spät ist."
Bergsträßer Anzeiger
26. März 2011
|